de:passport:kiraly_a_masodpilota
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| + | ====== Als der König zum Co-Piloten wurde ====== | ||
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| + | In den Niederlanden läuft alles ein bisschen anders. Damit meine ich jetzt nicht (unbedingt) das legale Marihuana, die Rotlichtviertel oder den Fahrrad-Fetisch – Themen, die einem sofort in den Sinn kommen, wenn man gerade aus Rotterdam zurückkehrt. Sondern darüber, dass die Politiker dort großen Wert darauf legen, den Eindruck zu vermitteln, dass sie aus dem Volk stammen – und das tun sie auch wirklich. | ||
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| + | Oft liest man Nachrichten darüber, dass beispielsweise der Bildungsminister vormittags Vorträge in Schulen hält und anschließend mit dem Fahrrad ins Ministerium fährt. König Willem-Alexander, | ||
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| + | Das funktioniert natürlich nicht so, dass Seine Majestät tun kann, was er will – die Regeln des Luftverkehrs sind da weniger nachsichtig; | ||
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| + | Auf den KLM-Flügen arbeitet er ausschließlich als Erster Offizier (Co-Pilot). Der Grund dafür ist, dass er als „Gastpilot“ fliegt und kein Vollzeitmitarbeiter der Fluggesellschaft ist, sodass er in der beruflichen Hierarchie den KLM-Kapitänen unterstellt ist. Er ist in der Flotte von KLM Cityhopper (der für die Kurzstreckenflüge der KLM zuständigen Tochtergesellschaft) im Einsatz und fliegt vor allem zwischen europäischen Großstädten. Meistens wählt er die Morgenflüge. Er startet in Amsterdam in Richtung einer europäischen Großstadt (zum Beispiel London oder Berlin) und kehrt nach einem Hin- und Rückflug bereits am Nachmittag zum Flughafen Schiphol zurück. So kann er sich am Abend bereits im Palast den Staatsangelegenheiten widmen. | ||
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| + | Die Flüge werden streng nach den offiziellen staatlichen Terminen organisiert. Steht ein diplomatischer Besuch, eine parlamentarische Veranstaltung oder eine Auslandsreise an, wird der Flug verschoben. Da er bei der KLM als „Gastpilot“ (Guest Pilot) geführt wird, unterliegt er nicht denselben strengen Vorschriften wie die hauptberuflichen Piloten. | ||
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| + | Obwohl es bereits zuvor Gerüchte gab, trat er 2017 selbst in der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ an die Öffentlichkeit. Der Grund dafür war, dass die alten Fokker-70-Flugzeuge, | ||
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| + | Überraschenderweise erfuhren die Passagiere in den meisten Fällen gar nicht, dass der zweite Pilot an Bord der niederländische König war. Seinen Angaben zufolge helfen ihm die KLM-Uniform und die Pilotenmütze dabei, seine Anonymität zu wahren, was sich als wirksame Tarnung erweist, wenn er durch die Terminals geht. Außerdem ist er als Erster Offizier nicht verpflichtet, | ||
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| + | Der Hauptgrund dafür war jedoch die Sicherheit und die Ruhe. König Willem-Alexander wollte nicht, dass die Passagiere in Panik geraten oder der Flug besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht, sollte bekannt werden, dass der Monarch das Flugzeug steuert. Das Fliegen bedeutet für ihn Freiheit. Würden die Passagiere davon erfahren, würde die ständige Anwesenheit der Presse und der Sicherheitsdienste dieses Erlebnis für ihn zunichte machen. | ||
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| + | Die Mehrheit der niederländischen Bevölkerung steht dem Hobby des Königs äußerst positiv und stolz gegenüber. Viele sind der Meinung, dass dies ein weiterer Beweis dafür ist, dass Wilhelm Alexander ein // | ||
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| + | Wenn du das nächste Mal vielleicht mit einem KLM Cityhopper fliegst, denk daran: Möglicherweise ist der niederländische König persönlich der Copilot. | ||
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